Natives Olivenöl Extra
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Wissenswertes
Biologische Wirkungen
Der Wissenschaftler Gary K. Beauchamp, Mitarbeiter vom Monell Institute, publizierte im September 2005 erstmals seine Entdeckung, dass eine Substanz in extra nativem Olivenöl anti-inflammatorische, also entzündungshemmende Wirkung besitzt. Dabei erregte ein stechender Reiz im Hals bei der Einnahme von Olivenöl seine Aufmerksamkeit, den er schon vorher bei der oralen Applikation von Ibuprofen wahrnahm.
Untersuchungen zeigten, dass genau wie Ibuprofen oder beispielsweise Acetylsalicylsäure das neu entdeckte Oleocanthal das Enzym Cyclooxygenase (COX) hemmt. Es existieren zwei verschiedene Enzymtypen, COX-1 und COX-2, die verschiedene Aufgaben wie Blutplättchenaggregation oder Entzündungsmediation besitzen. Beide Enzyme werden, wie auch z. B. durch die Acetylsalicylsäure, oder Wirkstoffe aus der Gruppe der NSAID (non-steroidal anti-inflammatory drugs) kompetitiv inhibiert, woraus die antientzündliche Wirkung resultiert.
Da die Konzentration des Oleocanthals in Olivenöl recht gering ist, sollte gelegentlicher Verzehr auch keine negativen Wirkungen nach sich ziehen (50 g natives Olivenöl pro Tag entsprechen 9 mg Oleocanthal). Diese Dosis liegt im Vergleich zu Ibuprofen bei 10 % der für Erwachsene empfohlenen Dosis bei Schmerzen.
Versuche an der Universität von Louisiana lassen den Schluss zu, dass das im „Extra-Vergine“-Olivenöl enthaltene Oleocanthal das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung reduzieren könnte.
In vitro verursachte Oleocanthal das Absterben von Krebszellen.
Bestandteile
Antioxidanten
Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die freie Radikale abfangen und Oxidationsprozesse verhindern. Hochwertige Olivenöle weisen eine hohe Konzentration an Antioxidantien auf.
Polyphenole
Hochwertige Olivenöle weisen eine hohe Konzentration an Polyphenolen auf: das sind Scharf- und Bitterstoffe, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören und positive Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben. Aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge wirken Polyphenole entzündungshemmend und eventuell sogar krebshemmend.
Säure...unser Olivenöl hat einen fantastischen Säuregehalt! "unter 0,3%"
Ein wesentliches Qualitätsmerkmal für Olivenöl ist ein niedriger Säuregehalt: Ein hochwertiges, gut bekömmliches und der Gesundheit zuträgliches Olivenöl sollte weniger als 0,8 Prozent Säure enthalten. Generell gilt: Je niedriger der Säuregehalt, desto besser das Öl. Wie viel Säure ein Olivenöl enthält, hängt von der Temperatur bei der Extraktion der Früchte ab – die optimale Temperatur beträgt 27 Grad. Kulinarisch drückt sich ein geringer Säuregehalt durch einen sanften Geschmack aus, ein bitteres Öl hingegen enthält viel Säure.
Natives Olivenöl Extra
Olivenöl mit dieser Bezeichnung ist das qualitativ hochwertigste unter den Olivenölen.
Die Oliven werden spätestens 24 Stunden nach der Ernte kalt extrahiert und zwar ausschließlich mit mechanischen Verfahren. Öle dieser
Güteklasse müssen einwandfrei riechen, schmecken und eine bestimmte Fruchtigkeit besitzen.
Natives Olivenöl kann bis 180 °C erhitzt werden.
Der Säuregehalt bei Olivenöl "nativ extra" darf 0,8 Prozent nicht überschreiten.
Ernte und Extraktion
Oliven sind sehr sensible Früchte und müssen bis zur Extraktion bestmöglich vor Beschädigung geschützt werden.
biochemische Prozesse in Gang gesetzt, die sich qualitätsmindernd auf das Öl auswirken, zum Beispiel in einem erhöhten Säuregehalt.
Neben der traditionellen manuellen Ernte gibt es die Rüttelmethode, die mittels hochtechnisierter Erntemaschinen die Oliven vom Baum schüttelt
und dann in Netzen auffängt.
Unmittelbar nach der Ernte werden die Oliven in speziellen, mengenbegrenzten Behältnissen zur Ölmühle transportiert und vor
Sonneneinstrahlung geschützt gelagert, bis sie in die Verarbeitung kommen.
Werden die Oliven zu Extra Nativen Olivenölen verarbeitet, werden sie innerhalb von spätestens 24 Stunden extrahiert.
Kaltextraktion-Kaltgepresst
Oliven sind sehr sensible Früchte. Um höchste Ölqualität sicherzustellen, ist eine schonende Ernte und eine schnelle Extraktion innerhalb von 24
Stunden sehr wichtig.
Extra native Öle werden kalt extrahiert, das heißt, die Oliven werden in einem rein mechanischen Verfahren und ohne Zusatz von chemischen
Stoffen gepresst. Bei der Kaltextraktion erfolgt die Verarbeitung so, dass die Temperatur nicht über 27° steigt.
Gesundheit
Olivenöl ist bekannt für seine gesundheitsfördernde Wirkung.
Man sagt ihm nach, das schädliche LDL-Cholesterin und die Neutralfette zu senken, während gleichzeitig das positive HDL-Cholesterin stabil
gehalten wird. Im Unterschied dazu senkt das in Deutschland weit verbreitete Sonnenblumenöl beide Cholesterinwerte. Rapsöl hingegen ist mit
seiner besonderen Fettsäurezusammensetzung ebenfalls sehr gesundheitsfördernd. Allerdings enthält es im Vergleich zu Olivenöl keine
entzündungshemmenden Polyphenole.
Nährwert
Olivenöl ist ein natürliches Fett und enthält wie alle anderen natürlichen Fette 9 Kalorien pro Gramm. Aufgrund seiner biochemischen
Zusammensetzung wird Olivenöl eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen. So wirken eine Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe und
sekundärer Pflanzenstoffe wie die Polyphenole aus der Gruppe der Antioxidantien, der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren sowie das
enthaltene Chlorophyll positiv auf den menschlichen Organismus
Verzehrempfehlung
Aktuell gibt es noch keine wissenschaftlich belegten Empfehlungen über die optimale Verzehrmenge von Olivenöl. Orientiert man sich allerdings
an der für gesund erachteten Mittelmeer-Küche, ist der tägliche Verzehr von 2-3 Esslöffeln Olivenöl eine gute Menge und die beste Alternative zur
Fettaufnahme.
Anwendung
Olivenöl ist vielfältig verwendbar.
Es kann in der kalten Küche in Salaten und Dressings eingesetzt werden, eignet sich aber genauso zum Backen, Braten und Kochen.
Extra Native Olivenöle können bis 180 Grad erhitzt werden.